Neues aus der EU
SCCS prüft kumulative Exposition durch Salicylsäure-Ester in Kosmetika
Der Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) hat im Januar 2026 ein neues Mandat zur Bewertung von Salicylsäure-Estern in kosmetischen Produkten angenommen und als Entwurf veröffentlicht. Anlass sind mögliche Risiken durch eine kumulative Verbraucherexposition gegenüber Salicylsäure, die nicht nur aus der direkten Verwendung, sondern auch aus der metabolischen Umwandlung verschiedener Salicylate entstehen kann.
Salicylsäure ist unter der EU-Kosmetikverordnung bereits reguliert.
Der SCCS hatte in früheren Stellungnahmen darauf hingewiesen, dass die gleichzeitige Verwendung mehrerer salicylsäurefreisetzender Ester – etwa als UV-Filter, Duftstoffe oder Emollientien – für die Gesamtbewertung relevant sein könnte.
Zur Vorbereitung der Neubewertung hatte die European Commission in den Jahren 2023 und 2024 zwei Datenerhebungen durchgeführt, die Informationen zu Einsatz, Konzentrationen und realistischen Anwendungsszenarien lieferten. Auf dieser Basis soll der SCCS nun beurteilen, ob die aggregierte Exposition für Verbraucherinnen und Verbraucher unter normalen Nutzungsbedingungen sicher ist oder ob Anpassungen der bestehenden Regelungen erforderlich sein könnten.
Die Stellungnahme des SCCS soll innerhalb von zwölf Monaten vorliegen.