Neues aus der EU
Prostaglandie Gutachten endgülitig veröffentlicht
Am 10 Februar wurde das SCCS Gutachten zu Prostaglandinen endgültig veröffentlicht., wobei alle drei untersuchten Analoga als nicht sicher bewertet werden. Konkret betrifft dies Ethyl Tafluprostamide, Methylamido-Dihydro-Noralfaprostal und Isopropyl Cloprostenate. Die negative Bewertung stützt sich vor allem auf die starke pharmakologische Wirkung dieser Substanzen bereits in sehr geringen Mengen sowie auf unzureichende Daten, um mögliche Risiken einer reproduktions- oder entwicklungsbezogenen Toxizität auszuschließen. Dies sei besonders relevant, da die Hauptanwenderinnen solcher Produkte überwiegend Frauen im gebärfähigen Alter seien. Auf dem Markt befindliche Produkte mit den Stoffen können somit als nicht sichere kosmetische Mittel eingestuft werden. Die Stoffe werden mit der nächsten Änderungsverordnung in Anhang II aufgenommen werden.
SCCS warnt vor Einsatz von Basic Blue 99 und Basic brown 16 in Haarfärbemitteln
Ebenfalls am 10. Februa stuft das SCCS den Farbstoff Basic Blue 99 und Basic brown 16 als nicht sicher für die Verwendung in nicht-oxidativen Haarfärbeprodukten ein. Grundlage der Bewertung sind vorliegende Daten, die auf ein mögliches genotoxisches Risiko hinweisen. Darüber hinaus sieht der SCCS sieht bei Basic Blue 99 weitere wissenschaftliche Bedenken: Obwohl Unsicherheiten über die genaue Zusammensetzung der betroffenen Produktcharge bestehen, wertet der Ausschuss dokumentierte – teils schwere – Sofortreaktionen vom allergischen Typ als ernstzunehmendes Warnsignal. Basic Blue 99 wird daher als Hautsensibilisierer eingestuft.
SCCS Quecksilberhaltige Konservierungsmittel nicht sicher
Der SCCS bewertet den Einsatz von Thiomersal und Phenylquecksilbersalzen als Konservierungsstoffe in kosmetischen Augenprodukten als nicht sicher. Ausschlaggebend sind eine zu geringe Sicherheitsmarge, offene Fragen zur Genotoxizität sowie zusätzliche Belastungen durch Quecksilber aus anderen Quellen.