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ÖKO-TEST Bewertungsstrategie

 

ÖKO-TEST bei Kosmetika: Neue Schwerpunkte bei Claims, Wirksamkeit und Verpackung

Die Bewertung kosmetischer Mittel durch ÖKO-TEST scheint sich zu verändern: Während PEG/PEG-Derivate in früheren Untersuchungen regelmäßig zu Notenabzügen führten, werden sie in aktuellen Tests bestimmter Rinse-off-Produkte – etwa Flüssigseifen und Duschgelen – teilweise nicht mehr berücksichtigt. Bei anderen Produktgruppen bleiben sie dagegen weiterhin abwertungsrelevant.

Gleichzeitig rücken produktspezifische Werbeaussagen, Wirksamkeitsnachweise, Umweltclaims sowie Verpackungs- und Rezyklataspekte stärker in den Mittelpunkt. Nicht ausreichend belegte Claims können dabei zu erheblichen Abwertungen führen. Die Prüfprogramme werden offenbar zunehmend individuell auf die jeweilige Produktgruppe zugeschnitten. Eine Vorhersage des möglichen Testergebnisses allein anhand einer allgemeinen Liste kritischer Inhaltsstoffe wird dadurch schwieriger.

ICADA hat ältere und aktuelle ÖKO-TEST-Untersuchungen miteinander verglichen und für Mitglieder zusammengestellt:

  • bei welchen Rinse-off- und Leave-on-Produkten PEG/PEG-Derivate weiterhin abgewertet werden,

  • bei welchen aktuellen Tests PEG nicht mehr zum veröffentlichten Prüfprogramm gehört,

  • wie stark unbelegte Wirkungsclaims das Testergebnis beeinflussen können,

  • welche Claim-Schlagworte besondere Aufmerksamkeit erfordern,

  • wann ÖKO-TEST eigene Wirksamkeits- und Anwendungstests durchführt,

  • welche Verpackungs- und Rezyklatnachweise zunehmend erwartet werden,

  • wie Unternehmen das mögliche Abwertungsrisiko produktgruppenspezifisch einschätzen können.


Die vollständige Analyse mit konkreten Testbeispielen, Claim-Checkliste und Empfehlungen für ein produktgruppenspezifisches ÖKO-TEST-Screening steht ICADA-Mitgliedern im Mitgliederbereich unter Informationen Aktuelle Branchenthemen zur Verfügung.