EU erweitert Chemikalien-Datenbank – mehr Transparenz für Unternehmen
Im März 2026 hat die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) ihre Chemikalien-Datenbanken erneut erweitert. Ziel ist es, Unternehmen – insbesondere kleinen und mittleren Betrieben – den Zugang zu wichtigen Rechtsinformationen deutlich zu erleichtern.
EUCLEF: Der Wegweiser durch Chemikalienrecht
Im Mittelpunkt steht die aktualisierte Suchmaschine EUCLEF (EU Chemicals Legislation Finder). Dieses Tool hilft Unternehmen dabei, schnell herauszufinden:
wie ihre Stoffe in der EU reguliert sind
welche gesetzlichen Anforderungen gelten
welche Pflichten sie erfüllen müssen
Damit wird der oft komplexe Zugang zu EU-Rechtsvorschriften deutlich vereinfacht.
Die ECHA stellt inzwischen zahlreiche spezialisierte Datenbanken bereit, die einen deutlich besseren Überblick bieten als klassische Gesetzestexte (z. B. in EUR-Lex). Dazu gehören unter anderem:
Ecolabel-Datenbank: rund 5.178 Stoffe, die für das EU-Umweltzeichen ausgeschlossen sind
Kosmetikverordnung: Listen zu erlaubten Konservierungsstoffe, zugelassenen Farbstoffen, verbotenen und eingeschränkten Substanzen
Diese strukturierte Aufbereitung erleichtert die Recherche erheblich, im Vergleich zum Arbeiten mit den Anhängen der EU-KVO 1223/2009.
Neben den bestehenden Datenbanken wurden auch weitere Inhalte hervorgehoben, darunter:
Listen zu recycelten Kunststoffen mit Lebensmittelkontakt
potenziell gefährliche Stoffe im Rahmen der Produktsicherheitsverordnung
relevante Substanzen für die Medizinprodukteverordnung
Die Datenbanken sind hier.