Neues aus der EU - Sonnenschutzempfehlung
Im Rahmen der ICADA-Sommerfachtagung 2026 wurde erstmals der aktuelle Entwurf der überarbeiteten EU-Empfehlung zu Sonnenschutzprodukten vorgestellt. Die Empfehlung ersetzt die bisherige Fassung aus dem Jahr 2006 und enthält zahlreiche Anpassungen, die den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den heutigen Marktgegebenheiten Rechnung tragen.
Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
Erweiterter Anwendungsbereich: Die Empfehlung soll künftig nicht nur klassische Sonnenschutzmittel, sondern auch Produkte mit sekundärem Sonnenschutz, wie beispielsweise Make-up oder Hautpflegeprodukte mit Lichtschutzfaktor, erfassen.
Stärkerer Fokus auf den UVA-Schutz: Für Produkte mit niedrigeren Lichtschutzfaktoren (LSF 10 und 15) wird ein höheres UVA-Schutzniveau vorgeschlagen (UVA-Schutz = ½ des ausgelobten LSF), während für Produkte ab LSF 30 weiterhin das bisherige Verhältnis von 1:3 gelten soll.
Modernisierte Anwendungshinweise: Die Formulierungen sollen stärker an unterschiedliche Darreichungsformen angepasst werden. So wird beispielsweise darauf hingewiesen, dass Hinweise zum erneuten Auftragen produktabhängig formuliert werden können.
Förderung nicht-invasiver Prüfmethoden: Der Entwurf spricht sich ausdrücklich für die bevorzugte Verwendung moderner, nicht-invasiver Prüfverfahren aus.
Perspektive einer verbindlichen Regelung: Erstmals wird ausdrücklich die Absicht formuliert, die Empfehlungen künftig in eine rechtlich verbindliche Regelung zu überführen.
Der vorgestellte Text befindet sich derzeit noch im Entwurfsstadium und ist nicht zur allgemeinen Veröffentlichung bestimmt. Aus diesem Grund wird das Dokument vorerst nicht im ICADA-Mitgliederbereich eingestellt.
ICADA-Mitglieder, die sich frühzeitig mit den geplanten Änderungen befassen möchten, können den aktuellen Entwurf direkt bei der ICADA-Geschäftsstelle anfordern. Bitte beachten Sie, dass es sich um ein noch nicht abgeschlossenes Arbeitsdokument handelt, dessen Inhalt sich im weiteren Abstimmungsprozess noch ändern kann.