Neues aus der EU
Wichtige regulatorische Themen auf der Agenda der Working Group on Cosmetic Products
Morgen am 26. Juni 2026 trifft sich die Working Group on Cosmetic Products der Europäischen Kommission zu ihrer nächsten Sitzung. Die vorläufige Tagesordnung zeigt, dass zahlreiche für die Kosmetikbranche relevante regulatorische Themen auf europäischer Ebene weiter vorangetrieben werden.
Im Bereich der laufenden Gesetzgebung stehen insbesondere die geplanten Änderungen der Kosmetikverordnung im Fokus. Die Kommission wird über den Entwurf der sogenannten „IX Omnibus-Verordnung“ zu CMR-Stoffen sowie über den dritten Omnibus zu kosmetischen Inhaltsstoffen berichten. Darüber hinaus soll der aktuelle Stand der geplanten Regelungen zu Silber in kosmetischen Mitteln vorgestellt werden.
Auch die wissenschaftlichen Bewertungen des SCCS bleiben ein zentrales Thema. Die Kommission wird über den aktuellen Stand der Bewertungen von Inhaltsstoffen und Nanomaterialien informieren.
Besondere Aufmerksamkeit dürfte zudem die laufende Überarbeitung der Empfehlung der Europäischen Kommission zu Sonnenschutzmitteln aus dem Jahr 2006 erhalten. Die Diskussionen über mögliche Änderungen der europäischen Sonnenschutzempfehlungen werden seit Monaten intensiv verfolgt und könnten erhebliche Auswirkungen auf Kennzeichnung und Vermarktung von Sonnenschutzprodukten haben.
Weitere Tagesordnungspunkte betreffen die Evaluierung der CPR (Cosmetic Products Regulation), geplante Änderungen am Cosmetic Products Notification Portal (CPNP) zur Stärkung der Registrierungsverfahren sowie die Überarbeitung des Mandats der Unterarbeitsgruppe zu Ausnahmegenehmigungen nach Artikel 15 der Kosmetikverordnung.
Darüber hinaus werden die Industrieinitiativen zu Heliotropin und Tea Tree Oil ihre Arbeiten zu möglichen Alternativen und laufenden Derogationsanträgen vorstellen. Ebenfalls auf der Agenda stehen Berichte aus den Unterarbeitsgruppen zu Sonnenschutzmitteln, Borderline-Produkten sowie aus den Bereichen Marktüberwachung und Cosmetovigilance.
Unter „Any Other Business“ wird zudem ein möglicher Sicherheitsaspekt von TPO-Alternativen in UV-härtenden Nagellacken angesprochen.
ICADA berichtet auf der Fachtagung am 8. Juli 2026
ICADA wird an der Sitzung teilnehmen und die Ergebnisse für die Mitglieder auswerten. Über die wichtigsten Diskussionen, regulatorischen Entwicklungen und mögliche Auswirkungen auf die Kosmetikbranche wird auf der ICADA-Fachtagung am 8. Juli 2026 ausführlich berichtet.