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STRATEGISCHE KOOPERATION ICADA & FKI

Der ICADA e. V. und der FKI e. V. – die Forschungsgemeinschaft der kosmetischen Industrie haben eine strategische Kooperation vereinbart. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, den ICADA-Mitgliedern einen direkten Zugang zur industriellen Gemeinschaftsforschung großer Unternehmen zu ermöglichen.
Damit erhalten ICADA-Mitglieder künftig Einblicke in wissenschaftliche Entwicklungen und technologische Innovationen, die bislang vor allem Großunternehmen vorbehalten waren.
Der FKI besteht seit über 30 Jahren und ist als AiF-Forschungsvereinigung anerkannt. In dieser Zeit wurden zahlreiche Meilensteinprojekte realisiert, unter anderem in den Bereichen Sonnenschutz, Emulsions- und Schaumtechnologie, Haarforschung sowie innovative Wirkstoffsysteme. Zu den Mitgliedern des FKI zählen Vertreter namhafter Unternehmen wie Henkel, L’Oréal, Kao, Weleda, Sebamed, Dr. Schrader Creachem und Artefactum.

Was bedeutet die Kooperation konkret für ICADA-Mitglieder?

Mit der Kooperation wird die industrielle Forschung der FKI-Mitgliedsunternehmen für ICADA-Mitglieder geöffnet.


Konkret bedeutet dies:

  1. Zugang zu aktuellen Forschungsergebnissen aus der industriellen Gemeinschaftsforschung

  2. Möglichkeit, sich an neuen Forschungsprojekten zu beteiligen oder als Transferpartner zu profitieren

  3. Frühzeitiger Einblick in technologische Trends, die künftig den Markt prägen

  4. Zugang zu wissenschaftlichen Methoden und Prüfstrategien, die üblicherweise schwer erreichbar sind

Beispiel 1: Verkapselung von Deo-Wirkstoffen
Ein bereits abgeschlossenes FKI-Forschungsprojekt zur Verkapselung von Deo-Wirkstoffen steht ICADA-Mitgliedern nun zur Verfügung. Damit erhalten sie Zugang zu einer marktreifen Technologie, die unmittelbar in eigene Deo-Entwicklungen überführt werden kann.
Wirkstoffe wie Ethylhexylglycerin, Farnesol und Dimethyl Phenylbutanol wurden erfolgreich in Lipid-Submikron-Mikrokapseln eingebettet.
Die Verkapselung ermöglicht eine kontrollierte, verzögerte Freisetzung über mindestens acht Stunden, insbesondere bei hochdruckhomogenisierten Partikeln.
In-vivo-Sniffing-Studien zeigten deutlich verbesserte 48-Stunden-Werte im Vergleich zu klassischen Formulierungen – ein klarer Nachweis für eine optimierte Langzeitwirkung.
 

Beispiel 2: Neues Forschungsprojekt zur Neurokosmetik
Der FKI bereitet aktuell ein neues Forschungsprojekt zur psychophysiologischen Wirkung kosmetischer Mittel vor. Ziel ist es zu untersuchen, wie unterschiedliche kosmetische Formulierungen Emotionen, Wohlbefinden, Stresslevel und Wahrnehmungsprozesse beeinflussen.
 

Geplante Untersuchungsmethoden umfassen unter anderem:

  • EEG- und EKG-Messungen

  • Hautleitwertanalysen

  • Eye-Tracking

  • KI-gestützte Emotionserkennung

  • Fragebögen und sensorische Profile

Untersucht werden sollen verschiedene Produktkategorien wie Sonnenschutz, Gesichtscremes sowie Shampoo und Conditioner. Für ICADA-Mitglieder eröffnet sich hier die Möglichkeit, frühzeitig an einem der dynamischsten Wachstumstrends der Branche teilzuhaben: Emotional Well-Being & Neurokosmetik.